Vor der Eröffnung 1978...
...und Ende der 90er bei Nacht
Blick in die offene Lesesaallandschaft.
Haus Potsdamer Straße 33
30 Jahre nach seiner Eröffnung 1978 bedarf auch das vergleichsweise moderne Haus der Staatsbibliothek der punktuellen Sanierung. Das ‚Bücherschiff' muss in die Werft!
So gewährleisten zum Beispiel über 70 Klimaanlagen die Reinigung, Temperierung und Feuchtigkeitsregulierung der Luft in immerhin 420.000 m³ umbautem Raum - stets unter Berücksichtigung so unterschiedlicher Ansprüche wie die der darin arbeitenden Menschen und die gänzlich anders gearteten der so gut wie möglich zu konservierenden Bücher. Es liegt auf der Hand, dass hier in die Jahre gekommene Geräte durch neue ersetzt werden müssen und die Anlagen zu optimieren und den modernen klimatechnischen Anforderungen anzupassen sind.
Auch wenn sorgfältige Messungen stets ergeben haben, dass die Atemluft für Bibliotheksbenutzer und Beschäftigte nicht asbestbelastet ist, bleibt es eine Tatsache, dass in Bauten aus den sechziger und siebziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts Asbest ein alltäglicher Baustoff war. Das Ziel weiterer Baumaßnahmen wird es daher sein müssen, im gesamten Bibliotheksgebäude asbesthaltige Baustoffe zu entfernen und durch asbestfreie Materialien zu ersetzen. Um die Arbeitsbedingungen im Scharounbau auf lange Sicht zu verbessern, ohne dabei die Arbeit mit unseren Beständen kurzfristig zu erschweren, war es eine grundlegende Prämisse unserer Planungen, dass der Bibliotheksbetrieb stets aufrecht erhalten wird. Da zur Vermeidung der Schließung großer Funktionsbereiche des Hauses jeweils nur eine schrittweise Sanierung erfolgen kann, ist insgesamt mit einer Gesamtbauzeit von 8 - 9 Jahren zu rechnen, die Arbeiten begannen Anfang 2006.
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