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Portal des Hauses Unter den Linden 8
Eine Bibliothek - mehrere Standorte
Die im geteilten Deutschland institutionell und räumlich getrennten zwei Standorte der Staatsbibliothek - im Ostteil Berlins das Stammhaus Unter den Linden, im Westteil das 1978 eröffnete Haus Potsdamer Straße - wurden im Januar 1992 unter dem Dach der Stiftung Preußischer Kulturbesitz zusammengeführt. Damit erhielt die Staatsbibliothek zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz die Chance, die Folgen des 2. Weltkrieges und der anschließenden Teilung der Bestände zu überwinden. Auch für die Bibliothek galt und gilt daher, dass nun zusammenwächst, was zusammengehört.
Institutionelle Entwicklung der Bibliothek bis heute 
Baudaten im Überblick 
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Luftaufnahme vom Haus Potsdamer Straße 33, dahinter der vollkommen neu bebaute Potsdamer Platz
Der Alte Realkatalog im Informationszentrum Haus Unter den Linden
Lesesaallandschaft im Haus Potsdamer Straße
Zunächst musste Anfang der 90er Jahre eine Konzeption für die Bibliothek entwickelt werden, welche dem Rang der Institution im internationalen Maßstab gerecht wird, den Bedürfnissen der Benutzer entgegenkommt sowie den Erwartungen und Anforderungen an eine durch den Bund und alle Bundesländer finanzierte Bibliothek entspricht:
Der in seiner Zusammensetzung einzigartige Literaturbestand der Staatsbibliothek muss umfassend und rasch recherchierbar und verfügbar sein, die durch den 2. Weltkrieg zerstörten Sammlungszusammenhänge sind wieder herzustellen, ausgewählte Bestände sind besonders zu schützen, Bibliotheksabläufe sind modern und funktionsgerecht zu organisieren sowie für Benutzer und Mitarbeiter gute Arbeitsbedingungen vorzuhalten.
Die Bibliothek muss mit all ihren Facetten Teil eines zeitgemäßen und weltweiten Informationssystems sein. Die Dienstleistungen der Bibliothekare und der Wissenschaftler der Bibliothek sind darauf ausgerichtet, Benutzer bei ihren Recherchen in den Beständen der Staatsbibliothek, in Datenbanken und weltweit verfügbaren Informationsquellen zu unterstützen und diese für ihre Forschungszwecke nutzbringend auszuwerten. Seitens der Bibliothek muss zugleich auf die Begrenzung der Kosten für den Betrieb und die Pflege der Gebäude und Anlagen geachtet werden.
Diese und viele weitere Aspekte waren bei der Erarbeitung eines Zukunftskonzepts für die Staatsbibliothek zu Berlin zu berücksichtigen und sind durch angemessene räumliche, technische und personelle Infrastrukturen abzusichern. Die Eckpfeiler der Konzeption EINE BIBLIOTHEK IN ZWEI HÄUSERN sind folgende:
Das Haus Unter den Linden 8 entwickelt sich zur historischen Forschungsbibliothek. In den Magazinen wird der einzigartige Altbestand mit Erscheinungsjahr bis 1945 aufbewahrt und retrospektiv ergänzt. Der im künftigen Lesesaal und im Informationszentrum aufgestellte Freihandbestand widmet sich der Literatur sämtlicher Epochen der Vormoderne, deren Abschluss die Jahrhundertwende 19./20. Jh. markierte. Nach der Generalsanierung des Gebäudes werden hier außerdem die materialbezogenen Sonderabteilungen für Handschriften , Musik , Karten , Kinder- und Jugendbücher sowie Zeitungen konzentriert.
Das Haus Potsdamer Straße 33 wird sich zur Forschungsbibliothek der Moderne entwickeln. Während in den Magazinen der moderne Bestand mit Erscheinungsjahr ab 1946 weiter ausgebaut wird, setzt künftig der Allgemeine Lesesaal thematisch genau dort an, wo die Zuständigkeit des Allgemeinen Lesesaals Unter den Linden endet und präsentiert dann Literatur mit Bezug auf die Moderne bis zur Gegenwart; ein universaler Referenzbestand zu allen Epochen ergänzt diese Freihandliteratur. Die regionalspezifischen Sonderabteilungen für Literatur und andere Materialien aus Osteuropa , Ostasien und dem Orient bleiben an diesem Standort.
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Auskunft im Lesesaal
Bauen für Forschung und Kultur an allen Standorten
Um den inhaltlichen Zielen der Konzeption gerecht zu werden, müssen die Standorte jedoch auch baulich ihren Aufgaben entsprechen. Die Beschaffenheit, die Ausstattung, das Platzangebot und die Lage der einzelnen Gebäude der Institution müssen eine moderne Bibliotheksorganisation und das Anbieten von Dienstleistungen auf hohem wissenschaftlichen Niveau unterstützen.
Im Haus Potsdamer Straße genügen relativ geringe Umbaumaßnahmen, um moderne Dienstleistungen rund um den dortigen Bestand abzusichern.
Der Bau eines Speichermagazins in Friedrichshagen als neuem, drittem Standort geht voran.
Für das Haus Unter den Linden waren jedoch tiefgreifende Entscheidungen zu treffen, die im Dezember 1998 durch den Stiftungsrat der Stiftung Preußischer Kulturbesitz fielen. Die Vertreter des Bundes und der Länder manifestierten die Konzeption EINE BIBLIOTHEK IN ZWEI HÄUSERN, indem sie beschlossen, dem seit 1914 angestammten Sitz der Bibliothek Unter den Linden 8 seine volle Funktionsfähigkeit zurückzugeben, indem
a) die gesamte Altbausubstanz des Gebäudes saniert und instand gesetzt wird,
b) durch Neubauten - zentraler Lesesaal, Rara-Lesesaal, Tresormagazine, Ausstellungsbereiche - das Gebäude funktional und architektonisch ergänzt wird. Mit dem Neubau und der Generalsanierung des 1914 eingeweihten Hauses Unter den Linden 8 entstehen bis zum Jahr 2013 die besten Bedingungen für benutzerorientierte Dienstleistungen.
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